Freitag, Februar 08, 2008
Details zu dbms_xplan
Im Blog der cbo-Entwickler gibt’s ein paar interessante Informationen zu den Optionen, die dbms_xplan bietet. Besonders die Formatierungsoptionen (die in RDBMS\ADMIN\dbmsxpln.sql erscheinen) sehen interessant aus.
Mittwoch, Januar 09, 2008
V$SES_OPTIMIZER_ENV
In 10g kann man mit Hilfe der View V$SES_OPTIMIZER_ENV die für die einzelnen Sessions gesetzten Parameter ermitteln, die den cbo betreffen:
-- für eine Session wurden die PGA-Settings verändert SQL> r 1 select * 2 from V$SES_OPTIMIZER_ENV 3* where name = 'sort_area_size' SID ID NAME ISD VALUE ---------- ------------------------------- --- --------- 85 16 sort_area_size YES 65536 86 16 sort_area_size YES 65536 91 16 sort_area_size YES 65536 95 16 sort_area_size NO 200000000 101 16 sort_area_size YES 65536 107 16 sort_area_size YES 65536 122 16 sort_area_size YES 65536 125 16 sort_area_size YES 65536 127 16 sort_area_size YES 65536 SQL> r 1 select * 2 from V$SES_OPTIMIZER_ENV 3* where sid = 95 SID ID NAME ISD VALUE ---------- ------------------------------ --- ---------- 95 2 parallel_execution_enabled NO false 95 9 optimizer_features_enable YES 10.2.0.3 95 11 cpu_count YES 4 95 12 active_instance_count YES 1 95 13 parallel_threads_per_cpu YES 2 95 14 hash_area_size NO 200000000 95 15 bitmap_merge_area_size YES 1048576 95 16 sort_area_size NO 200000000 95 17 sort_area_retained_size YES 0 95 24 pga_aggregate_target YES 786432 KB 95 35 parallel_query_mode YES enabled 95 36 parallel_dml_mode YES disabled 95 37 parallel_ddl_mode YES enabled 95 38 optimizer_mode YES all_rows 95 48 cursor_sharing YES exact 95 50 star_transformation_enabled YES false 95 66 optimizer_index_cost_adj YES 100 95 67 optimizer_index_caching YES 0 95 70 query_rewrite_enabled YES true 95 71 query_rewrite_integrity YES enforced 95 101 workarea_size_policy NO manual 95 102 _smm_auto_cost_enabled NO false 95 105 optimizer_dynamic_sampling YES 2 95 112 statistics_level YES typical 95 114 skip_unusable_indexes YES true 95 165 optimizer_secure_view_merging YES true 26 Zeilen ausgewählt.
Montag, Januar 07, 2008
Histogrammerstellung in 10g
Wie man in Richard Footes Blog nachlesen kann, hat sich in 10g das default-Verhalten für dbms_stats geändert: statt der bisherigen method_opt 'FOR ALL COLUMNS SIZE 1' wird nun die Variante 'FOR ALL COLUMNS SIZE AUTO' verwendet; Oracle entscheidet in Abhängigkeit von Datenverteilung und "workload" (werden die fraglichen Spalten in SQL-Statements referenziert?), ob eine Anlage erforderlich ist. Bei Richard Foote finden sich noch diverse Erläuterungen dazu, wann dieses Verhalten problematisch sein kann, aber für mich war zunächst einmal wichtig zu wissen, dass Histogramme vorliegen können, ohne dass sie explizit angefordert wurden.
Donnerstag, Dezember 20, 2007
logon trigger
keine neue Erkenntnis, sondern ein Syntaxbeispiel:
In 10g erfolgt das PGA-Management per default automatisch. Eine Umstellung der WORKAREA_SIZE_POLICY und explizite Setzung der %_area_size-Parameter kann für kostspielige Operationen interessant sein, da die automatische Zuweisung des PGA-Memories bestimmte (prozentual bestimmte) Obergrenzen nicht überschreitet.
Ein logon trigger ist vor allem dann interessant, wenn ein Parameter für Sessions einer Applikation gesetzt werden soll, die diese Setzung selbst nicht vornehmen können.
create or replace trigger scott_logon_trigger after logon on database begin if user = 'SCOTT' then execute immediate 'alter session set WORKAREA_SIZE_POLICY=Manual'; execute immediate 'alter session set sort_area_size = 100000000'; execute immediate 'alter session set hash_area_size = 100000000'; end if; end; /
In 10g erfolgt das PGA-Management per default automatisch. Eine Umstellung der WORKAREA_SIZE_POLICY und explizite Setzung der %_area_size-Parameter kann für kostspielige Operationen interessant sein, da die automatische Zuweisung des PGA-Memories bestimmte (prozentual bestimmte) Obergrenzen nicht überschreitet.
Ein logon trigger ist vor allem dann interessant, wenn ein Parameter für Sessions einer Applikation gesetzt werden soll, die diese Setzung selbst nicht vornehmen können.
Freitag, Dezember 14, 2007
Outer Join Syntax
Die Leute, die den Oracle Optimizer entwickeln, haben unter http://optimizermagic.blogspot.com/2007/12/outerjoins-in-oracle.html die Unterschiede zwischen der ANSI-Syntax für Outer Join Operationen und Oracles (+)-Operator erläutert. Ausgesprochen erhellend.
sys_connect_by_path
da ich die Syntax dieser hübschen Möglichkeit, die übergeordneten Elemente in einer Hierarchie auf einfache Weise darzustellen, regelmäßig vergesse, hier ein Beispiel für die Verwendung der sys_connect_by_path-Funktion:
Funktioniert seit 9i.
SQL> r 1 select empno, 2 ename, 3 job, 4 sys_connect_by_path(job, '/') job_hierarchy 5 from emp 6 connect by prior empno = mgr 7 start with mgr is null 8* EMPNO ENAME JOB JOB_HIERARCHY ---------- ---------- --------- --------------------------------- 7839 KING PRESIDENT /PRESIDENT 7566 JONES MANAGER /PRESIDENT/MANAGER 7788 SCOTT ANALYST /PRESIDENT/MANAGER/ANALYST 7876 ADAMS CLERK /PRESIDENT/MANAGER/ANALYST/CLERK 7902 FORD ANALYST /PRESIDENT/MANAGER/ANALYST 7369 SMITH CLERK /PRESIDENT/MANAGER/ANALYST/CLERK 7698 BLAKE MANAGER /PRESIDENT/MANAGER 7499 ALLEN SALESMAN /PRESIDENT/MANAGER/SALESMAN 7521 WARD SALESMAN /PRESIDENT/MANAGER/SALESMAN 7654 MARTIN SALESMAN /PRESIDENT/MANAGER/SALESMAN 7844 TURNER SALESMAN /PRESIDENT/MANAGER/SALESMAN 7900 JAMES CLERK /PRESIDENT/MANAGER/CLERK 7782 CLARK MANAGER /PRESIDENT/MANAGER 7934 MILLER CLERK /PRESIDENT/MANAGER/CLERK 14 Zeilen ausgewählt.
Funktioniert seit 9i.
Dienstag, November 27, 2007
Redo-Generierung für Indizes
Eigentlich hatte ich angenommen, die Regeln der nologging-clause einigermaßen genau zu kennen. Das war aber wohl ein Irrtum. Zu meiner Überraschung ist es nämlich offenbar nicht möglich, die redo-Generierung für Indizes bei direct-path-Inserts zu vermeiden. Hier noch mal die Details zum Mitschreiben:
- im NOARCHIVELOG-Modus erzeugt ein INSERT /*+ append */ nur minimale redo Informationen
- allerdings werden redo-Informationen für zugehörige Indizes erzeugt
- dies geschieht auch dann, wenn der Index in den nologging Modus gesetzt wurde
- nologging spielt für Indizes nur bei rebuild-Operationen eine Rolle
create table test as select * from dba_objects where 1 = 0; Tabelle wurde erstellt. insert into test select * from dba_objects; 54496 Zeilen wurden erstellt. --> 5982892 redo size -- nach rollback: insert /*+ append */ into test select * from dba_objects; 54496 Zeilen wurden erstellt. --> 2328 redo size --> dabei spielt das logging-Attribut der Tabelle im vorliegenden NOARCHIVELOG-Modus keine Rolle -- nach rollback: create index test_idx1 on test(object_name); Index wurde erstellt. insert /*+ append */ into test select * from dba_objects; 54497 Zeilen wurden erstellt. --> 3799568 redo size alter index test_idx1 nologging; Index wurde geändert. insert /*+ append */ into test select * from dba_objects; 54497 Zeilen wurden erstellt. --> 3799568 redo size --> der nologging-Modus des Index spielt im Fall des INSERTs keine Rolle --> Änderungen am Index werden immer geloggt --> für größere Änderungsoperationen ist demnach ein kompletter Neuaufbau des Index vorzuziehen -- nach rollback: alter index test_idx1 unusable; Index wurde geändert. insert /*+ append */ into test select * from dba_objects; 54497 Zeilen wurden erstellt. --> 1888 redo size alter index test_idx1 rebuild; Index wurde geändert. --> 60180 redo size --> minimale redo Generierung für das rebuild eines Index im nologging-Modus
Donnerstag, November 22, 2007
Advanced Query Rewrite
während alle ernsthaften Blogger sich mit Features aus Version 11 beschäftigen, entdecke ich immer noch hübsche Dinge in 10g. So z.B. das Package DBMS_ADVANCED_REWRITE, das es ermöglicht, eine abgesetzte Query intern durch ein anderes Statement zu ersetzen. Einerseits kann man damit natürlich ungeheuren Blödsinn anstellen, andererseits eröffnet dieses Package ziemlich umfangreiche Möglichkeiten für die Definition einer intelligenten Rewrite-Logik im DataWarehouse-Bereich. Hier ein ganz simples Syntax-Beispiel:
-- als sys:
SQL> GRANT EXECUTE ON DBMS_ADVANCED_REWRITE TO kettle;
Benutzerzugriff (Grant) wurde erteilt.
-- als kettle:
SQL> create table test_rewrite(a varchar2(64));
Tabelle wurde erstellt.
SQL> insert into test_rewrite(a)
2 values ('aus der Tabelle test_rewrite');
1 Zeile wurde erstellt.
SQL> commit;
SQL> begin
2 SYS.DBMS_ADVANCED_REWRITE.declare_rewrite_equivalence
3 (name => 'test_rewrite',
4 source_stmt => 'SELECT * FROM test_rewrite',
5 destination_stmt => 'SELECT ''aus dual'' from dual',
6 validate => FALSE);
7 end;
8 /
PL/SQL-Prozedur erfolgreich abgeschlossen.
SQL> SELECT * FROM test_rewrite;
A
------------------------------------
aus der Tabelle test_rewrite
-- das System muss erst davon überzeugt werden, dass unser Rewrite vertrauenswürdig ist
SQL> ALTER SESSION SET QUERY_REWRITE_INTEGRITY = TRUSTED;
Session wurde geändert.
SQL> SELECT * FROM test_rewrite;
A
--------
aus dual
SQL> EXEC SYS.DBMS_ADVANCED_REWRITE.drop_rewrite_equivalence
2 (name => 'test_rewrite');
PL/SQL-Prozedur erfolgreich abgeschlossen.
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