Freitag, September 05, 2008
cost
Damit ich's hier nachlesen kann (und nicht bei Jonathan Lewis nachschlagen muss):
Kosten sind für den CBO definiert als:
Cost = (anzahl_einzelblockzugriffe * sreadtime (= single block read time)
+ anzahl_multiblockzugriffe * mreadtime (= multi block read time)
+ CPUCycles / cpuspeed)
/ sreadtime
Was bedeutet: (Laufzeit Einzelblockzugriffe + Laufzeit Multiblockzugriffe + CPU Time)/Einzelblockzugriff
Also: Laufzeit in Einheiten von single block read time
Dabei erfolgt keine Berücksichtigung von direct reads (für merge join, hash join, sorts).
Kosten sind für den CBO definiert als:
Cost = (anzahl_einzelblockzugriffe * sreadtime (= single block read time)
+ anzahl_multiblockzugriffe * mreadtime (= multi block read time)
+ CPUCycles / cpuspeed)
/ sreadtime
Was bedeutet: (Laufzeit Einzelblockzugriffe + Laufzeit Multiblockzugriffe + CPU Time)/Einzelblockzugriff
Also: Laufzeit in Einheiten von single block read time
Dabei erfolgt keine Berücksichtigung von direct reads (für merge join, hash join, sorts).
Dienstag, Juni 24, 2008
connect by level
noch ein interessanter Hinweis von Tanel Poder: die Zeilengenerierung über connect by kostet für große Satzmengen sehr viel Arbeitsspeicher (unter anderem, weil die Ressourcenlimits - PGA_AGGREGATE_TARGET - für diesen Fall nicht greifen). Alternativ kann man aber connect by + cartesian join verwenden.
Donnerstag, Juni 12, 2008
Performance Tools Reference (Metalink)
Tanel Poder hat vor kurzem auf das Metalink-Dokument "438452.1 - Performance Tools Quick Reference Guide" verwiesen, das eine ganze Reihe interessanter Hilfsmittel anspricht. Ich kannte kaum die Hälfte davon (dem Namen nach ...)
Hübsch ist z.B. SQLTXPLAIN, das einen HTML-Report für ein gegebenes Statement liefert.
Hübsch ist z.B. SQLTXPLAIN, das einen HTML-Report für ein gegebenes Statement liefert.
Dienstag, April 15, 2008
Update eines Joins
Mal wieder ein Syntaxbeispiel, diesmal zum Thema "Update eines Joins". Interessant ist diese Variante z.B. dann, wenn ein MERGE nicht in Frage kommt, weil eine Spalte, über die gejoint wird, geändert werden soll (was beim MERGE nicht möglich ist):
Wobei das Beispiel in diesem Fall zugegebenermaßen nicht allzu sinnvoll ist ...
SQL> merge into emp e 2 using (select * from dept) d 3 on (e.deptno = d.deptno) 4 when matched then update set e.deptno = d.deptno; on (e.deptno = d.deptno) * FEHLER in Zeile 3: ORA-38104: Columns referenced in the ON Clause cannot be updated: "E"."DEPTNO" SQL> r 1 update 2 (select e.deptno emp_no, d.deptno dept_no 3 from emp e, dept d 4 where e.deptno = d.deptno) 5* set emp_no = dept_no 14 Zeilen wurden aktualisiert.
Wobei das Beispiel in diesem Fall zugegebenermaßen nicht allzu sinnvoll ist ...
Montag, März 17, 2008
Korrelationseffekte
Die Erfahrung lehrt, dass die konsequente Verwendung von Aliasen bei der Durchführung eines Joins eine gute Idee ist. Dass man dem cbo damit die Arbeit erleichtert, ist dabei ein netter Nebeneffekt, aber das Hauptproblem mit fehlenden Aliasen sind die unübersichtlichen Korrelationseffekte, die sich aus ihnen ergeben:
1. Anlage einer Hilfsview, die für jede empno aus emp die Summe aus sal und komm liefert (das ist inhaltlich natürlich nicht besonders aufregend – und keine View wert)
2. dazu formulieren wir eine Query, die uns die Angabe aus sal_complete über eine skalare Subquery liefert
3. anschließend fällt jemandem auf, dass es doch viel hübscher wäre, wenn die Spalte der View einen aussagekräftigeren Namen als "sal" bekäme.
4. unsere Query läuft noch immer, liefert aber leider nicht mehr das gewünschte Ergebnis
5. Nach der Umbenennung von "sal" in "sal_comm" betrifft die Korrelation nur noch die Bedingung der skalaren Subquery während der Ergebniswert aus der äußeren Query stammt – denn nur dort gibt es eine Spalte "sal". Mit einem passenden Alias bekommt man stattdessen eine plausible Fehlermeldung:
Nachtrag 21.02.2016: Fast acht Jahre später hat mir Martin Berger jetzt die eigentliche Erklärung für das Verhalten geliefert: Oracle wandelt das IN in ein EXISTS um, bei dem die beiden fraglichen Spalten miteinander verglichen werden - wie ein CBO Trace (Event 10053) zeigt.
1. Anlage einer Hilfsview, die für jede empno aus emp die Summe aus sal und komm liefert (das ist inhaltlich natürlich nicht besonders aufregend – und keine View wert)
create or replace view sal_complete as select empno , ename , sal + nvl(comm, 0) sal from emp;
2. dazu formulieren wir eine Query, die uns die Angabe aus sal_complete über eine skalare Subquery liefert
select empno , ename , sal , comm , (select sal from sal_complete s where s.empno = t.empno) sal_comm from emp t; EMPNO ENAME SAL COMM SAL_COMM ---------- ---------- ---------- ---------- ---------- 7369 SMITH 800 800 7499 ALLEN 1600 300 1900 --> ok 7521 WARD 1250 500 1750 --> ok 7566 JONES 2975 2975 7654 MARTIN 1250 1400 2650 --> ok 7698 BLAKE 2850 2850 7782 CLARK 2450 2450 7788 SCOTT 3000 3000 7839 KING 5000 5000 7844 TURNER 1500 0 1500 --> ok 7876 ADAMS 1100 1100 7900 JAMES 950 950 7902 FORD 3000 3000 7934 MILLER 1300 1300 14 Zeilen ausgewählt. -- funktioniert also tadellos
3. anschließend fällt jemandem auf, dass es doch viel hübscher wäre, wenn die Spalte der View einen aussagekräftigeren Namen als "sal" bekäme.
create or replace view sal_complete as select empno , ename , sal + nvl(comm, 0) sal_comm from emp;
4. unsere Query läuft noch immer, liefert aber leider nicht mehr das gewünschte Ergebnis
select empno , ename , sal , comm , (select sal from sal_complete s where s.empno = t.empno) sal_comm from emp t; EMPNO ENAME SAL COMM SAL_COMM ---------- ---------- ---------- ---------- ---------- 7369 SMITH 800 800 7499 ALLEN 1600 300 1600 --> ??? 7521 WARD 1250 500 1250 --> ??? 7566 JONES 2975 2975 7654 MARTIN 1250 1400 1250 --> ??? 7698 BLAKE 2850 2850 7782 CLARK 2450 2450 7788 SCOTT 3000 3000 7839 KING 5000 5000 7844 TURNER 1500 0 1500 --> ??? 7876 ADAMS 1100 1100 7900 JAMES 950 950 7902 FORD 3000 3000 7934 MILLER 1300 1300 14 Zeilen ausgewählt.
5. Nach der Umbenennung von "sal" in "sal_comm" betrifft die Korrelation nur noch die Bedingung der skalaren Subquery während der Ergebniswert aus der äußeren Query stammt – denn nur dort gibt es eine Spalte "sal". Mit einem passenden Alias bekommt man stattdessen eine plausible Fehlermeldung:
select empno , ename , sal , comm , (select s.sal from sal_complete s where s.empno = t.empno) sal_comm from emp t (select s.sal * FEHLER in Zeile 2: ORA-00904: "S"."SAL": invalid identifier
Nachtrag 21.02.2016: Fast acht Jahre später hat mir Martin Berger jetzt die eigentliche Erklärung für das Verhalten geliefert: Oracle wandelt das IN in ein EXISTS um, bei dem die beiden fraglichen Spalten miteinander verglichen werden - wie ein CBO Trace (Event 10053) zeigt.
Mittwoch, Februar 13, 2008
Parameter-Views
Tanel Poder hat schon vor einiger Zeit in seinem Blog über die Tücken der diversen Parameter-Views des data dictionary geschrieben. Hier noch mal die Definitionen der fraglichen Views:
• V$PARAMETER - die Parameter auf Session-Ebene
• V$PARAMETER2 - ebenfalls die Parameter auf Session-Ebene; Listen-Einträge werden auf mehrere Sätze verteilt
• V$SYSTEM_PARAMETER - die Parameter auf System-Ebene
• V$SYSTEM_PARAMETER2 - ebenfalls die Parameter auf System-Ebene; Listen-Einträge werden auf mehrere Sätze verteilt
Zusätzlich gibt's dann noch V$SPPARAMETER (die Inhalte des spfiles), V$OBSOLETE_PARAMETER (nun ja: obsolete Parameter) und V$PARAMETER_VALID_VALUES ("displays a list of valid values for list parameters")
• V$PARAMETER - die Parameter auf Session-Ebene
• V$PARAMETER2 - ebenfalls die Parameter auf Session-Ebene; Listen-Einträge werden auf mehrere Sätze verteilt
• V$SYSTEM_PARAMETER - die Parameter auf System-Ebene
• V$SYSTEM_PARAMETER2 - ebenfalls die Parameter auf System-Ebene; Listen-Einträge werden auf mehrere Sätze verteilt
Zusätzlich gibt's dann noch V$SPPARAMETER (die Inhalte des spfiles), V$OBSOLETE_PARAMETER (nun ja: obsolete Parameter) und V$PARAMETER_VALID_VALUES ("displays a list of valid values for list parameters")
Freitag, Februar 08, 2008
Details zu dbms_xplan
Im Blog der cbo-Entwickler gibt’s ein paar interessante Informationen zu den Optionen, die dbms_xplan bietet. Besonders die Formatierungsoptionen (die in RDBMS\ADMIN\dbmsxpln.sql erscheinen) sehen interessant aus.
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